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6. Dezember 2013: Kratzer auf der Christbaumkugel

Thomas Lutz‘ Talking Guitar freut sich auf den Nikolaus: „Kratzer auf der Christbaumkugel“

Texte zur Saison und Musik am Freitag, 6. Dezember 2013, um 20 Uhr im Theater Atrium, Kulturhaus Caserne im Fallenbrunnen 17, Friedrichshafen

Seine Gitarre will erzählen, singen, tanzen: Thomas Lutz geht mit seinem Trio „Talking Guitar“ neue Wege und rückt die Gitarre ins Zentrum. „Die Gitarre kann so viel, aber doch spielt sie oft nur eine Nebenrolle“, erklärt Thomas Lutz seine Motivation zu diesem Ansatz, der in der Tradition eines Les Paul oder Chet Atkins steht.

Zusammen mit Harald Fuchsloch am Schlagzeug und Wolfgang Kehle am Bass freut sich Thomas Lutz an diesem Abend speziell auf den Nikolaus und andere saisonale Fachkräfte und Absonderlichkeiten, denn:

Friederike Lutz hat ein literarisches Programm zusammengestellt, das sich ganz auf Winter, Advent und Vor-Weihnachten konzentriert. Doch nicht die Idylle allein beherrscht den Abend, sondern gemäß dem Motto „Kratzer auf der Christbaumkugel“ knirscht hier und da nicht nur der Schnee. Lebendig, akzentuiert und mit viel Spaß am Vortrag nimmt Friederike Lutz die Gäste mit in den Loriot‘schen Winterwald, wo die Försterin ihren Gatten er- und zerlegt. Sie entführt sie in Tucholskys Himmel, lässt eine Weihnachtsmanninvasion den Heiligabend zu einem besonderen Familienerlebnis werden und stimmt auch Stimmungsvoll-nostalgisches zum Beispiel aus der Feder Mascha Kalekos an.

Die Gitarre wird zur Stimme des Trios, das mit Schlagzeug und Bass zwar traditionell besetzt ist, aber neue Akzente setzt. Die Gitarre übernimmt in Hits der 60er und 70er Jahre etwa eines Jimi Hendrix oder der Chordettes, in denen die Stimme das alles überstrahlende Element war, deren Position und prägt ihnen schon dadurch einen eigenen Stempel mit einem neuen Sound auf. Eine Herausforderung, dass man das, was das Stück maßgeblich prägt, nämlich die Stimme, mit der Gitarre zu einer neuen und überzeugenden Interpretation führt.

Thomas Lutz‘ Talking Guitar greift aber auch  Titel klassischer Jazztrios auf – etwa von Wes Montgomery oder Johnny Smith – und bearbeitet sie mit tanzbarem, dynamischem Groove. Da wird mancher traditionelle Gitarrenjazz aufgefrischt. Außerdem stellt das Trio Kompositionen des amerikanischen Ausnahmegitarristen Johnny A., der in Deutschland recht unbekannt ist, vor.

Kartenreservierungen unter www.caserne.de oder 07541/3786965.

 

Bild 6. Dezember 2013: Kratzer auf der Christbaumkugel