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24. November 2012: Jazz und Literatur

Suffisantes, Hintersinniges, Swingendes aus Frankreich 

Sehr französisch geben sich Thomas Lutz’ JazzX und sein wortgewandter Partner Bernd Küppers: Während JazzX unter anderem Titel von Django Reinhardt und Stéphane Grapelli aus dem Hot Club de France, dem Paris der dreißiger und vierziger Jahre interpretiert, geht der Romanist und Literaturliebhaber Bernd Küppers um drei Jahrhunderte zurück. Er hat für diese Begegnung des Jazz mit der Prosa die suffisanten und hintersinnigen Texte der französischen vorrevolutionären Autoren ausgewählt, die deutliche Kritik an den Zuständen ihrer Zeit formuliert haben. Ebenso stichelnd wie charmant nehmen diese kritischen Herren mit den gepuderten Perücken und den spitzen Federn ihre Zeitgenossen und auch den französischen Hof aufs Korn. Und es ist verblüffend, wie treffend diese satirischen Skizzen noch heute klingen. Mit La Bruyère, Montesquieu oder Voltaire erlebt das Publikum Perlen des französischen Esprits. JazzX, das sind neben Thomas Lutz an der Gitarre Chris Kodalik (Stimme) und Heiner Merk (Kontrabass).