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6. Dezember 2018: Kratzer auf der Christbaumkugel

Na, das kann ja ein heiteres Fest werden: gleich vier Jahresendgestalten schickt Robert Gernhardt zu einer wohl situierten Dahlemer Familie mit zwei Kindern. Politisch ganz korrekt nach Tulcholsky‘scher Manier verteidigt ein Engel die Entscheidung des HERRN,  zwei Weihnachtsmänner in diesem Jahr aktiv sein zu lassen. Mildtätig zerlegt die Försterin am Nikolausabend ihren Gatten à la Loriot und  erlebt Axel Hacke den extraterrestrischen Horror im Elektrokaufhaus. Frohe Weihnachten also!

Wenn dann zu diesem von Friederike Lutz ausgewählten und gesprochenen nostalgisch-satirischen Literaturprogramm Thomas Lutz‘ Gitarre ironisch den Sandmann bittet, einen Traum zu schicken, „Apaches“ Gäule galoppieren lässt oder lächelnd verkündet, dass Lulu wieder in der Stadt ist, dann verspricht die Mischung aus Text und Musik einige Überraschungen. Gemäß dem Motto „Kratzer auf der Christbaumkugel“ knirscht hier nicht nur der Schnee. Chris Kodalik schenkt wunderbaren Weihnachtsliederklassikern ihre Stimme.

 Der Südkurier schrieb dazu:

 "Ach, ist das schön! Und schön, wie dem Adventlichen wieder eins übergebraten wird (...) Loriot und Kästner, Tucholsky und Rosenlöcher liest Friederike Lutz so, wie man auch Kinder in den Bann zieht: mit einer Dramatik, die in der Andeutung bleibt und nie alles gibt. Die Mutter der Autorität ist immer noch die Selbstdisziplin. (...) Zahnlos ist anders."